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Cockerwut

Für Smoky, Jacky, Chippy, Sammy, Candy, Joe
und all die anderen
- und für ihre Menschen ...

 

Cockerwut. Cockerrage. Temperamentproblem. Ererbtes, übersteigertes Aggressionspotential ... Nennen Sie es, wie Sie wollen. Wenn Sie einen Hund haben, der Dr. Jekyll & Mr. Hyde in einer Person ist, dann werden Sie wissen, wovon ich spreche. Leider wird die Problematik seitens der Züchter meist totgeschwiegen, obwohl die Besitzer der betroffenen Hunde große Probleme haben. Ich möchte versuchen, Betroffenen etwas Hilfestellung zu geben.

Die Seite ist allerdings nicht gedacht für Menschen, die ihren Hund nicht erzogen haben und es sich einfach machen wollen mit Abschiebung, Einschläfern etc.

Wenn Sie ein krankes Tier haben, dann gehen Sie zuerst zu einem Tierarzt, der Ihren Hund gründlich untersucht. Blutuntersuchung, Röntgen, Ultraschall usw. sind die Grundlagen für eine Diagnose, die manchmal ganz andere Ergebnisse bringen kann, als der Ruf nach einer “Cockerwut”.

Ob es der “austickende” Welpe, der täglich seine “fünf Minuten” hat und um sich schnappt, die scheinträchtige Hündin oder der 12jährige Rüde mit vereiternden Zähnen ist: Es gibt unerfahrene Menschen, die sich durch andere Menschen verunsichern lassen. Es gibt natürlich Zeitgenossen, die sich das eigene Versagen in Sachen Hundeerziehung leicht reden wollen. Und es gibt sogar Menschen, die des alten Hundes überdrüssig sind und eine Ausrede brauchen, damit der Tierarzt den einstmals liebsten Gefährten und Freund der Kinder in die ewigen Jagdgründe spritzt.

Mir ist nichts Menschliches mehr unbekannt - doch mit einer Krankheit hat dies nichts zu tun.

Bevor Sie also von “Cockerwut” reden, informieren Sie sich über dieses Thema und lassen Sie vernünftigen Menschenverstand walten.

B. Friedll

Wenn Sie mich teilhaben lassen möchten an Ihren Erfahrungen, senden Sie mir Ihre Geschichte. Bitte legen Sie auch eine Kopie der Ahnentafel bei. Vielen Dank.

Übrigens gilt für diesen wie überhaupt für alle meine Texte: Die Vervielfältigung ist nicht gestattet. Sie dürfen einen Link zu dieser Seite setzen, aber kein Teil dieses Textes darf anderweitig publiziert werden. Danke.

weiter zu den FAQ ...

 

Update 2011: Nachdem mein Rüde “Smoky vom Odenwald” im Jahr 1997 eingeschläfert wurde wegen seiner häufigen Anfälle, wurde er danach obduziert. Damals wurde u. a. “neuronale Lipofuszinose” festgestellt, ein Begriff, der damals noch recht unbekannt war und dem niemand eine Bedeutung schenkte. Nachdem nun auch bei seiner Tochter, welche bei einem Welpen leider diese Verhaltensform vererbt hat, dieselbe Krankheit bei der Obduktion festgestellt wurde, gehe ich davon aus, daß die Anfälle der sog. “Cockerwut” unzweifelhaft im Zusammenhang stehen mit der “Caninen Ceroid Lipofuszinose” (CCL) welche bei verschiedenen Rassen bekannt ist, welche immer wieder ebenfalls auffällig werden, wie ich aus meinen Aufzeichnungen aufgrund Dutzender Kontakte zu betroffenen Hundehaltern ersehen kann.

Informationen zur CCL und zu einem Forschungsprojekt gibt es auf folgender Seite:

http://www.tiho-hannover.de/kliniken-institute/institute/institut-fuer-tierzucht-und-vererbungsforschung/forschung/forschungsprojekte-hund/canine-ceroid-lipofuszinose-ccl/

 


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